Welle um Welle bist Du gekommen

 

Seit der Schwangerschaft und der Geburt unseres Sohnes Santino Martin im Jahre 2014 ist mir klar, dass wir weiblichen Wesen das schönste, magischste und kräftigste Naturwunder überhaupt hautnah erleben dürfen. Die Schwangerschaft fühlte sich so richtig und als Geschenk an. Es ging mir gut und ich freute mich wahnsinnig auf das Kind. Irgendwie fühlte ich ständig ein goldiger Lichtstrahl durch mich durch bis zum Bauch strömen (ein bisschen wie bei Matrix, einfach vom Scheitel her).

 

Während der Schwangerschaft durchlief ich einige sehr eindrückliche Aha-Erlebnisse und habe bemerkt, dass es eine Palette von Möglichkeiten gibt, um die Schwangerschaft zu erleben und ein Kind zur Welt zu bringen. Martin und ich haben die Geburtshypnose kennengelernt und waren sofort Feuer und Flamme mit dieser einfachen Tiefenentspannungs-Methode, die wir als Paar sehr schön miteinander erleben und anwenden konnten. Nun hatte auch er eine Rolle während der Geburt. 

Mit der GEBURTSHYPNOSE konnte ich den natürlichen Entspannungs-Zustand, den man auch während einer entspannten Geburt erleben kann, so oft ich wollte hervorholen. Mein Körper und Geist wurden sozusagen auf "Entspannung auf Kommando" trainiert. Mit positiven Suggestionen, den intensiven, eigenen Bildern, die ich während der Geburtshypnose (und auch während den Pausen im Geschäft) hörte, konnte ich sofort entspannen und auf eine positive Geburt einstimmen. Jegliche alte, meist negative Glaubenssätze (zb. Wehen müssen weh machen) konnte ich durch die Umwandlung ins Positive verändern und annehmen. Vor allem aber habe ich das ur-ur-alte Weisheitswissen wiedererkannt und verinnerlicht.

 

Ich wollte noch mehr erfahren über Geburten und es begann meine andauernde Recherchearbeit. Ich recherchierte über die Abläufe von Geburten in der heutigen Zeit wie auch vor vielen, vielen Jahren - über Urvölker, Säugetierverhalten, Naturinstinkte, Gesellschaft und Geschichte. So las ich natürlich Jean Liedloffs Buch "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück", von Ina May Gaskin und ihrer "Birthfarm" (The Farm Midwifery Center), von Marie F. Mongan über ihr selbst entworfenes Hypnobirthing, von Michel Odent und Herbert Renz-Polster über das Säuger-Verhalten bei Mensch und Tier, Texte und Bücher über die Pränatale und Perinatale Psychologie u.a. von Franz Renggli sowie diverse instinkt-bejahende Internetseiten, die mich auf einen schwangeren- und babyfreundlichen Weg brachten.

 

Bei meiner zweiten Schwangerschaft und Geburt im Jahr 2016 habe ich alles so durchlebt, wie es die Natur vorgesehen hat - absolut artgerecht. Niemand hat mir reingeredet und ich habe einfach auf meinen Körper vertraut und ihn gewähren lassen. So viele einzelne Details sind mir bewusst aufgefallen, vor allem kurz vor der nahenden Geburt; seien es die Füsse, die mich schmerzten; wie plötzlich alles erledigt war (Näschte); Freunde, die mir eine gute Geburt wünschten; sowieso hatten einige nahe Freunde Vorahnungen - obwohl der errechnete Geburtstermin erst zwei Wochen später war.

Während der 2. Geburtstagsfeier von Santino kamen dann die Wellen (Wehen), unsere ganze Familie war anwesend, sogar den Geburtstagskuchen haben wir noch zusammen gegessen. So langsam haben wir den Pool im Schlafzimmer gefüllt, die Gäste haben sich tröpfchenweise wieder verabschieded und meine Hebamme und meine Doula sind zu uns gestossen. Meine Mutter und meinen Liebsten habe ich irgendwann ins Bett geschickt, damit ich mich der Geburt vollständig in Ruhe und Gelassenheit hingeben konnte. Die nächtliche Ruhe, das warme Wasser im Pool, eine wunderbare weibliche Betreuung - dies hat mich zutiefst freudvoll, kraftvoll und sinnlich entspannt und totale Liebe ist durch mich geströmt...

 

Während der Geburt hat sich der ganze Raum erhellt, die Schöpfungskraft hat vollständig durch mich hindurch gewirkt  und das goldene Tor zum Leben öffnete sich. Ich fühlte, wie alle Vorahnen durch mich wiedergeboren wurden.  Wieder zur Geisterstunde habe ich unseren zweiten Sonnenschein Aurelio Danilo geboren - zuhause in Ruhe und Geborgenheit. Dies war ein unglaublich freudvoll-ekstatisch-mega-bärinnenstarkes Geburtserlebnis.

 

Weil diese Erfahrung so durchdringend, glücklich, lebensbejahend, ekstatisch, kraftvoll (alles auf einmal) war, machte ich es mir zur Aufgabe, dieses uralte Weisheitswissen über die Natur der Geburt, über unseren längst verlorenen, aber trotzdem noch intakten Instinkt an gesegnete Frauen / werdende Mütter und werdende Väter weiterzugeben.

 

Ich freue mich, Dich kennenzulernen.

 

Deine

Carmen